Medizinisch Ästhetisches Zentrum Wien

 











Medical Skin Care

1972 machten zwei Amerikaner, Van Scott und Yu, eine sensationelle Entdeckung. Massiert man die Säure des Zuckerrohres (=Glycolsäure) in die Haut ein, wird nicht nur die oberste Hautschichte geschält, sondern auch in den tieferen Schichten neues Kollagen gebildet.

Der Grund lag an den Molekülen, also den kleinsten Teilchen der Zuckerrohrsäure, die so klein waren, dass sie bis in die Kollagenschichte vordringen konnten.

Van Scott und Yu mussten zwar noch weitere 10 Jahre an ihrer Entdeckung arbeiten, aber als sie mit ihrem Wissen an die Öffentlichkeit gingen, schien eine neue Schönheitsära geboren. Ganz neu war die Sache ja nicht, denn die schon bekannte Vitamin A Säure Creme erfüllte ähnliche Forderungen, aber im Gegensatz zu ihr konnte die Zuckerrohrsäure auch während der Schwangerschaft und in der Sonne aufgetragen werden und zeigte auch ohne sichtbare Nebenwirkungen schon deutliche Erfolge.

Immer wieder gibt es Verwechslungen zwischen den medizinischen und den kosmetischen Fruchtsäureprodukten. Die Kosmetikfirmen rühmen sich mit AHA - Cremen von 20-30 Prozent, die Ärzte empfehlen ihren Patienten zum Start nur 3-5 prozentige. Wie denn das?

Ganz einfach. Die Kosmetik verwendet Fruchtsäuren oder deren chemische Verwandte von z.B Apfelsäuren, Heidelbeer-, oder Zitronensäuren, die viel größere Moleküle besitzen und nicht so tief in die Haut eindringen können. So kommt eine 20 - 30 %ige Zitronensäure nie an die Wirkung einer „nur“ 3%gen Glycolsäure heran. Und steht einmal „30% Glycolsäure" auf einer Packung, sagt das leider auch gar nichts aus. Sie könnte chemisch „gepuffert“ sein und daher kaum eine Wirkung haben.

Und damit noch immer nicht Schluss mit den Verwechslungen. Zuckerrohrsäurekristalle sind mit Diamanten vergleichbar. Gott sei Dank nicht im Preis oder der Härte, aber es gibt lupenreine, teure Kristalle und weniger wertvolle oder fertige Flüssigmischungen.

Wer die Cremen regelmäßig verwendet, kann ein Loblied darauf singen. Denn wenn alle Faktoren stimmen, der aufgeklärte Patient seine Creme richtig und regelmäßig aufträgt, und diese vom Arzt immer leicht gesteigert wird, dankt es die Haut mit einem frischen, glatten und faltenfreieren Aussehen. Und nicht nur das. Die verschiedenen Glycolsäureprodukte sind auch gegen Akne, Aknenarben, Altersflecke, Sonnenflecke, Rauhigkeiten der Haut sowie müde, matte und schlaffe Haut erfolgreich einsetzbar.

Gerücht

„Man kann die Cremen nur kurzfristig verwenden, da die Haut sich schält, und immer dünner wird.“ FALSCH. Es schält sich nur die alte Haut, die neue Kollagenschichte macht die Haut fester und praller.

Tipp

Zu Beginn einer starken Crementherapie kann es manchmal zu Rötungen, vermehrtem Schuppen oder zartem Brennen kommen. Setzen sie Ihre Creme kurzfristig ab und verwenden Sie so lange ein beruhigendes Ersatzprodukt, bis sich die Haut wieder normalisiert hat. Die Nebenerscheinungen werden mit der Zeit immer geringer, bis sie gänzlich verschwinden, und sie ihre Säurecreme täglich auftragen können.

Kosten

Die Kosten variieren stark, da Glycolsäure oder Vit A Säure in verschiedensten Produkten, wie Tagescremen, Haarshampoo oder Gesichtswasser angeboten werden. Im Durchschnitt kosten sie so viel wie gute, teure Pflegeprodukte in der Kosmetik.

Warnung

Lassen sie sich starke Glycolsäurecremen nicht von Laien mixen. Die Säure verträgt sich nicht mit allen Basiscremen oder Zusätzen. Dadurch kann es nicht nur zur Wirkungslosigkeit, sondern auch zu unangenehmen Nebenerscheinungen kommen













Dr. Doris Grablowitz - Prim. Dr. Viktor Grablowitz - Medizinisch Ästhetisches Zentrum Wien Kärnten - Seilerstätte 7 - III. Etage - 1010 Wien - Austria - Tel.: +43 1 512 91 92 - Fax: +43 1 512 90 92 - ordi.dg@grablowitz.at